Ausstellungskonzept und Design »Schrift in Form«

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Die Ausstellung »Schrift in Form« zum 50-jährigen Jubiläum der Vereinigung Freunde des Klingspor Museums betreuten wir nicht nur als Kuratoren, sondern auch als Designer. So entwickelten wir ein Werbeplakat, Einladungskarten, die Beschriftung, Informationsplakate und einen Ausstellungsführer. Zudem übernahmen wir die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit für das Fachpublikum.

Das Bildmotiv des Baumes – überraschend für eine Ausstellung zu Typedesign – bezieht sich auf das Ausstellungsmotto »Schrift wächst nicht auf Bäumen«, welches verdeutlicht, dass Schriften kein Naturprodukt sind, das man nach einer gewissen Reifedauer ernten kann, sondern das Ergebnis harter und geduldiger Arbeit. Dieses Motto wird auch in den Exponaten aufgegriffen.

Im farblichen Kontrast zu dem Bildmotiv steht der Ausstellungstitel, der in der Senkrechten den Baum weiterführt und um den herum sich die wichtigsten Eckdaten gruppieren. Als Schrift wählten eine gut lesbare Groteskschrift mit Buchstabenvarianten, die die Vielzahl der typografischen Möglichkeiten darstellt.

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Die Einladungskarte zur Ausstellungseröffnung, die auch als Eintrittskarte für das Symposium diente, wurde dem Plakat entsprechend gestaltet und erläuterte auf der Rückseite das Ausstellungskonzept.

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Als zusätzliche Medien konzipierten und gestalteten wir Informationsplakate und einen 16-seitigen Ausstellungsführer. Statt Fachbegriffe aufzureihen fragten wir die Typedesigner, welches Essen, welches Getränk und welche Musik ihrer Meinung am besten zu ihrer Schrift passen würde. Zugegebenermaßen eine ungewöhnliche Frage, aber die Antworten ermöglichen jenen Betrachtern, die nicht tagein, tagaus mit Schriften arbeiten, eine andere Betrachtungsweise der Ästhetik und Wirkung der jeweiligen Schrift und sind in dem Ausstellungsführer zum Teil übersetzt und aufgeführt.

Ausstellung »Schrift in Form« und Symposium Schriftdesign

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Vom 3. bis 26. September zeigte das Klingspor Museum in Offenbach die Ausstellung »Schrift in Form«. Zu sehen waren Schriften von Typedesignern aus 16 Ländern, darunter renommierte Designer wie Underware, Ken Barber (House Industries), Xavier Dupré oder Veronika Burian.

»2008 ist ein typografisches Jubiläumsjahr: Paul Renner wurde vor 130 Jahren geboren, Hermann Zapf wird 90, Kurt Weidemann 85 und Adrian Frutiger 80 Jahre alt. Die Vereinigung ›Freunde des Klingspor Museums‹ feiert ihr 50-jähriges Bestehen. Die Ausstellung dient dazu, eine Brücke zu schlagen zwischen Tradition auf der einen und Moderne auf der anderen Seite. Dazu wurden 40 Typedesigner gebeten, eine ihrer Schriften als Exponat für diese Ausstellung zur Verfügung zu stellen. Die Auswahl der einzelnen Schriftdesigner – alle jünger als 40 Jahre – spiegelt die Vielfalt der Stile von Schreibschriften über Textschriften bis zu dekorativen Display-Fonts wider.«

(Peter Reichard von TYPOSITION. im Interview der Designzeitschrift PAGE)

Als Kurator der Ausstellung hat TYPOSITION. rund ein Dreivierteljahr Vorbereitungszeit für Konzeption, Design und Pressearbeit investiert, so dass die Ausstellung – »eine Momentaufnahme zeitgenössischen Schriftdesigns« (FAZ 11.9.08) – ein Erfolg wurde.

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Einblicke in die Ausstellungsvitrinen

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Symposium Schriftdesign

Im Rahmen des Ausstellungskonzepts hat TYPOSITION. auch das Symposium Schriftdesign maßgeblich organisiert. Am 6. und 7. September sprachen Schriftgestalter über ihre Designs und ihre Arbeitsweise. Rund 70 Besucher u.a. aus den Niederlanden und der Schweiz verfolgten mit großem Interesse die Beiträge von Akira Kobayshi, Paul van der Laan, Stefan Claudius, Jürgen Weltin, Otmar Höfer, Christian Bee, Lukas Schneider, Jörg Petri und Hans Andree.

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Vortragspausen nutzen die Besucher des Symposiums für Austausch, Diskussion und zum Knüpfen neuer Kontakte.

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Akira Kobayashi, Type Director bei Linotype GmbH, über Qualität in der Schriftgestaltung

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Im Schlusswort »PostScriptum« sprachen Tanja Huckenbeck und Peter Reichard über die Bedeutung der Schriftgestaltung für Typografen und Grafikdesigner.

Weitere Bilder und ausführliche Berichte finden Sie zur Ausstellung und zum Symposium im Weblog des spatium Magazins.


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