TYPOSITION. und ein visuelles Statement zum Frauenfußball

Anlässlich der 2011 stattfindenden Frauenfußball-Weltmeisterschaft hat das Sportbüro in Zusammenarbeit mit dem Frauenbüro Offenbach, dem Klingspor Museum, dem Archiv im Haus der Stadtgeschichte, dem Jugendamt sowie dem Fanprojekt Offenbach die Ausstellung »Verlacht, verboten und gefeiert – Geschichte des Frauenfußballs in Deutschland« nach Offenbach geholt.
Zur Ausstellung gehört ein Begleitprogramm u.a. mit einer Plakataktion Offenbacher Grafikerinnen und Grafiker, die eingeladen wurden, mit »Bild- und Textbotschaften« Akzente zu setzen.
Unser Beitrag trägt den Titel »Zu Gast bei Freunden?« und stellt sexistische, homophobe und rassistische Sprüche aus verschiedenen Internetplattformen zum Frauenfußball zusammen. Denn auch wenn der DFB nach zähen Ringen der Aktivistinnen des Frauenfußballs ihren Sport nun offiziell unterstützt, so ist doch in der Gesellschaft noch immer eine große und teils üble Ablehnung zu spüren. Sobald bei vielen Online-Angeboten von Zeitungen ein Artikel über Frauenfußball veröffentlicht wird, dauert es nicht lange, bis solche und ähnliche Kommentare wie auf dem Plakat zu lesen sind. Bei aller Feierlaune weisen wir darauf hin, dass Engstirnigkeit und Vorurteile leider immer noch weit verbreitet sind, was Aussagen wie diese verdeutlichen:
»Aber klar, mit durchscheinendem Trikot und Strapsen könnte man möglicherweise die Männerwelt bedienen ...«
»Frauenfußball ist primär unästhetisch. Ich mag keine lesbischen Vollkoffer.«
»Ich weiß ja nicht, ob man das so sagen kann bzw. darf, aber die Frau-Nationalelf sieht wesentlich besser aus als die männliche. Liegt es vielleicht daran, daß sie weniger durchrasst ist?«
Am Sonntag, den 9. Januar 2011 um 12 Uhr wird Oberbürgermeister Horst Schneider die Ausstellung eröffnen. Sie wird vom 10. bis zum 28. Januar 2011 im Obergeschoss des Rathauses, Berliner Straße 100, 63065 Offenbach, Montag bis Freitag von 9 bis 18 Uhr gezeigt.
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